Datenschutz ist nicht neu. Heute findet etwa schon der 14. Europäische Datenschutztag statt. Heißt, den ersten gab es also ungefähr (eigentlich genau) 2007, auf Initiative des Europarats im Jahr davor. Mit der Wahl des Datums als Erinnerung an den Beginn der Unterzeichnung der Europaratskonvention 108, „Übereinkommen zum Schutz des Menschen bei der automatischen Verarbeitung personenbezogener Daten“ am 28. Jänner 1981. Seit 2009 begeht man an diesem Tag auch den Data Privacy Day in den USA und Kanada.

Warum wir das erzählen? Weil man in den letzten beiden Jahren den Eindruck hätte gewinnen können, der Datenschutz wäre mit der Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bzw. überhaupt erst deren Aktivstellung im Mai 2018 erfunden worden. Dadurch ist dieses Thema allerdings – endlich, muss man sagen! – im Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit angelangt. Tatsächlich gilt die, 2001 erweiterte, erwähnte Europaratskonvention in Österreich seit 1988. Das österreichische Datenschutzgesetz mit der Verfassungsbestimmung des Grundrechts auf Datenschutz trat vor mittlerweile zwanzig Jahren in Kraft, heute ergänzt es die DSGVO nach umfassenden von dieser ausgelösten Änderungen. Die österreichische Datenschutzbehörde verweist zu gesetzlichen Bestimmungen bezüglich Persönlichkeitsrechten und -schutz sogar zurück auf das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch von 1811 (vgl. https://www.dsb.gv.at/gesetze-in-osterreich)…

Dass das Thema seither nichts an Aktualität verlor, ist klar: Durch die fortschreitende Digitalisierung werden immer mehr Daten von immer mehr Menschen immer eingehender verarbeitet und in ihrer gesamten Masse auch immer einfacher zugänglich. Was nicht grundsätzlich zu erschrecken braucht, wir profitieren ja in vielfacher Weise davon. Das Ziel des Europäischen Datenschutztags, „das Bewusstsein der Bevölkerung im Kontext des Datenschutzes zu erhöhen“ (http://www.kleiner-kalender.de/event/europaeischer-datenschutztag/94603.html), wird dadurch allerdings umso wichtiger, für alle von uns, und wir bei giefing können es nur voll unterstützen. Ganz im Sinne dessen, was zur Begehung dessen 13. Ausgabe der damalige Justizminister Josef Moser bei einer Veranstaltung seines Ministeriums zusammen mit Datenschutzbehörde und -rat betonte: „Gerade im Bereich der Grund- und Freiheitsrechte hat der Datenschutz eine enorme Bedeutung. Denn Daten sind der Rohstoff der Zukunft und erfassen alle Bereiche unseres Handelns“ (https://www.justiz.gv.at/home/home/justiz/aktuelles/2019/13-europaeischer-datenschutztag~1de.de.html).

Es geht hier definitiv nicht nur um zusätzliche, lästige Bürokratie. Sondern darum, zu bestimmen, wer wann und warum mit welchen unserer ganz persönlichen Informationen was tun darf. Und das ist maßgeblich dafür, wie wir unser Leben gestalten wollen und können. Gönnen wir uns vielleicht am Europäischen Datenschutztag ein paar Gedanken dazu. Durchaus gerne ganz persönlich und privat.

Wir helfen Ihnen übrigens gerne dabei, Datenschutz auch umzusetzen: https://giefing.net/leistungen/datenschutz-dsgvo/. Uns ist das Thema nämlich wichtig.