Tool-Empfehlung: Der Passwort-Manager KeePass

„Das Passwort muss mindestens ein Sonderzeichen enthalten.“
„Das Passwort muss mindestens 8 Zeichen lang sein.“
„Das Passwort…“

Immer wieder stoßen wir auf schier unerfüllbare Kriterien, die an sichere Passwörter gestellt werden.
Ja, das nervt. Aber es ergibt auch Sinn. Blöd nur, dass man sich „oi§ios\3DSi34o.!Fc844“ nicht ganz so leicht merkt wie „Juergen123“ oder das allseits beliebte „1234test“.

Sichere Passwörter einfach merken

Ein gängiger Ausweg ist es, scheinbar zufällige Passwörter zu nutzen.

Ich freue mich schon wahnsinnig auf den ersten Urlaub 2019!

Kürzen wir diesen Satz mit den Anfangsbuchstaben ab, so ergibt sich mit „Ifmswad1U2!“ schon ein ganz passables Kennwort für den Zugang zum Reiseportal.
Je nach Kreativität und Gedächtnisfähigkeit lässt sich das auch auf andere Bereiche umlegen.

Passwörter merken oder aufschreiben?

Diese Technik erlaubt es zumindest in einem gewissen Maß, halbwegs sichere Kennwörter zu wählen und sie dann auch im Gedächtnis zu behalten.
Spätestens beim ersten zufällig generierten zwölfstelligen Geheimwort wird’s aber eng.
Nun gibt es natürlich reichlich abenteuerliche Wege aus diesem Dilemma, wie z.B.:

  • Zettel am Schreibtisch
  • SMS an sich selbst
  • Excel-Sheets mit allen Passwörtern drin

All diese Lösungsansätze sind sind nur beinahe super. Ihnen allen ist gemein, dass sie einem potentiellen Angreifer die Zeichenkombination der Begierde auf dem sprichwörtlichen Silbertablett servieren.
Was wir suchen, ist also ein Tool, das es uns erlaubt, Passwörter zentral zu speichern und dennoch nicht die gesamte Existenz zu verlieren, wenn diese Sammlung in falsche Hände gerät.

Der Passwort-Manager als verlängertes und verschlüsseltes Gedächnis

Genau hier kommt KeePass ins Spiel.
Zugegeben, die Website hat einen gewissen 90er-Jahre-Charme, aber das Tool tut was es tun soll.

KeePass erlaubt es, Zugangsdaten sicher zu speichern und jederzeit darauf zuzugreifen.

Die Daten werden dabei verschlüsselt abgelegt und können nur durch Eingabe eines Admin-Passworts geöffnet werden.
Eines muss ich mir also dennoch merken. Das war’s dann aber auch schon.

Die angenehm simple Oberfläche erlaubt es mir, meine Zugangsdaten thematisch zu ordnen, alphabetisch zu sortieren oder auch mit sprechenden Icons zu versehen.
Eine Suchfunktion erleichtert das Auffinden spezieller Zugangscodes auch dann noch auf einfache Weise, wenn sich schon viele Daten angesammelt haben.

Darüber hinaus bietet das Tool noch spezielle Features:

  • automatisches Generieren von Passwörtern
  • Zusammenarbeit im Team über ein zentrales KeePass-File
  • Import und Export von Passwort-Listen
  • zahlreiche Plugins
  • Integration mit dem Browser
  • Zugriff auf die Passwörter auch unterwegs über die KeePass – Handy-App

Wir haben nur beste Erfahrungen mit KeePass gemacht. „1234test“ ist definitiv keine Option.

By | 2019-03-07T14:25:33+01:00 März 5th, 2019|Tipps|

About the Author:

Jürgen Giefing ist Gründer und Geschäftsführer von Giefing web | media. Er ist Absolvent der Graphischen und der TU Wien, entwickelt seit rund zwanzig jahren im Web und kümmert sich im Unternehmen neben strategischen Aufgaben hauptsächlich um die Bereiche Web und Software-Entwicklung.

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