Warum wir auf WordPress setzen

Wir erstellen bekanntermaßen Websites. Manchmal werden diese auch „Homepage“ genannt. Mittlerweile haben wir gelernt, mit dieser kleinen begrifflichen Unschärfe zu leben. Viel wichtiger als die korrekte Bezeichnung ist, dass dieses Ding dann auch gut funktioniert. An diesem Punkt stellt sich dann sehr schnell die Frage nach der dahinterliegenden Technologie. Ich möchte in diesem Blog-Beitrag aufzeigen, warum wir WordPress in vielen Projekten für das ideale Tool halten, welche Vorteile sich KundInnen daraus ergeben und in welchen Situationen es sinnvoll erscheint, doch auf ein anderes Werkzeug zurückzugreifen.

WordPress vs. Typo3 vs. Drupal vs….

Wenn es um bevorzugte Tools geht, gerät eine kleine Diskussion oft überraschend schnell zum Glaubenskrieg.
Daran möchte ich mich gar nicht erst beteiligen. Es gibt zweifellos viele gute Gründe, dieses oder jenes CMS zu nutzen. In speziellen Situationen gibt es wohl auch Gründe für den vollständigen Verzicht auf ein solches.
Allerdings gibt es – gerade wenn es um kleine bis mittlere Webseiten geht – aus meiner Sicht einige hervorragende Gründe, auf das mittlerweile verbreitetste CMS der Welt zu setzen.

Die Verbreitung

Zugegeben: Der Erfolg alleine ist selten ein ausreichender Hinweis auf die Qualität eines Produkts. Gegenbeispiele gibt es reichlich, von Fast Food bis hin zur Pop-Musik von der Stange. Wenn es um ein frei verfügbares Stück Software geht, ist die Situation allerdings doch eine etwas andere. Mittlerweile laufen ca. 30% aller Websites weltweit auf WordPress. Das bedeutet eine gewaltige Vormachtstellung. Und es bedeutet, dass sich sehr viele Leute weltweit mit dieser Technologie beschäftigen, was uns zum ersten großen Vorteil für den Website-Betreiber führt.

Die Unabhängigkeit vom Entwickler

Natürlich ist es schön, dass unsere KundInnen in aller Regel langfristig bei uns bleiben und uns über Jahre hinweg ihr Vertrauen schenken. Das liegt allerdings nicht an irgendwelchen Knebelverträgen und es liegt ganz bestimmt nicht daran, dass wir sie durch den Einsatz exotischer Software von uns abhängig machen, ganz im Gegenteil.
Durch die weite Verbreitung von WordPress gibt es zwangsläufig auch ein weit gestreutes Wissen dazu. Unzählige einschlägige Foren, Blogs und vieles mehr existieren mittlerweile und erlauben es ebenso LaiInnen, sich ein gewisses Basiswissen anzueignen.
Darüber hinaus gibt es wahrlich keinen Mangel an WordPress-EntwicklerInnen. Wer auf ein sehr spezifisches System setzt, hat davon möglicherweise den einen oder anderen Vorteil, was die Funktionalität betrifft. Allerdings ist dieser Vorteil oft sehr teuer erkauft durch die Abhängigkeit vom/von der ProgrammiererIn.

Die Funktionsvielfalt

Dieser Vorteil von speziellen Lösungen ist nicht ganz von der Hand zu weisen, allerdings punktet WordPress nicht zuletzt mit seinem gewaltigen Pool an Erweiterungen und vorgefertigten Themes, die kaum einen Wunsch offen lassen. Für kaum noch eine Anforderung existieren nicht ein oder mehrere gute Plugins. Kaum eine Branche existiert, für die es nicht längst professionelle Themes gibt, auf denen man aufbauen könnte.
Auch Anbindungen an so ziemlich jedes einigermaßen verbreitete System stehen bereit, ebenso wie eCommerce-Lösungen und vieles mehr.
Teure Individuallösungen sind also eher selten nötigt. Falls doch, bietet WordPress aber selbst dafür ein praktisches Framework, das dem/r EntwicklerIn einiges an Arbeit abnimmt und damit hilft, Kosten zu sparen.

Die Infrastruktur

Dank der enormen Verbreitung ist WordPress natürlich auch ein beliebtes Ziel für Angriffe jeglicher Art. Es ist nicht zu bestreiten, dass eine naiv aufgesetzte WordPress-Installation ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen offen ist wie ein Scheunentor. Das gilt allerdings ebenso für manches andere System und in der WordPress-Welt gibt es dafür mittlerweile eine Vielzahl guter Anbieter, die hier Abhilfe schaffen. Mit Raidboxes und WPengine hosten wir unsere Seiten ausschließlich auf professionellen Umgebungen, die schon ein hohes Level an Sicherheit mitbringen. Darüber hinaus existiert eine ganze Reihe erstklassiger Plugins, die mit etwas Geschick und Wissen die Sicherheitslücken problemlos schließen.
Der Update-Prozess hinter WordPress tut das Übrige, sofern man sich nur regelmäßig um die Aktualisierung seiner Komponenten kümmert.

Die Bedienbarkeit

Zuletzt möchte ich noch ein Argument anführen, das für den/die BetreiberIn einer Website ganz entscheidend sein kann: WordPress ist wirklich einfach zu bedienen. Punkt.

Ich habe bereits so manche ursprünglich auf anderen Systemen laufende Website auf WordPress-Basis neu aufgesetzt und ich hatte bis heute noch keinen Kunden oder keine Kundin, der oder die das im direkten Vergleich anders sieht. Tatsächlich ist es in aller Regel so, das neue AnwenderInnen verblüfft sind, wie einfach sie selbst ihre Inhalte warten können. Das vermindert wieder die Abhängigkeit von externen DienstleisterInnen und schafft darüber hinaus auch Freude an der Arbeit an und in der Seite.

Die Grenzen

So großartig WordPress auch für kleine und mittlere Seiten ist, so schnell kann man an die Grenzen stoßen, wenn es um komplexere Anforderungen geht. Tausende von Datensätzen, eine Reihe von Verknüpfungen, komplexe Abläufe: all das kann WordPress schnell an seine Grenzen bringen. In solchen Fällen ist es dann nötig, die Seite entweder mit einem professionellen Software-Framework dahinter auszustatten, wie wir das beispielsweise beim Relaunch von JobWohnen.at gemacht haben, oder von vornherein auf ein anderes Tool zu setzen.

Fazit

WordPress ist zweifellos nicht die Lösung für jede Herausforderung, in den allermeisten Fällen aber das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, eine Website in kurzer Zeit und mit überschaubaren Kosten zu erstellen. Für den/die Betreiber/in der Website ergeben sich vor allem folgende Vorteile:

  • Es gibt genügend Angebote, um die Seite sicher und schnell zu hosten.
  • Durch die weite Verbreitung des Systems gibt es viele gute EntwicklerInnen und somit keine Abhängigkeit.
  • Viele Funktionen können kostenlos oder preisgünstig durch Plugins hinzugefügt werden.
  • WordPress ist so einfach zu bedienen wie kaum eines der Konkurrenzprodukte.

Falls Sie selbst mit dem Gedanken spielen, sich eine Website erstellen oder ihre bestehende ersetzen zu lassen, kontaktieren Sie uns unter office@giefing.net.

 

By | 2019-02-13T14:21:02+02:00 Februar 11th, 2019|Tipps, Web, WordPress|

About the Author:

Jürgen Giefing ist Gründer und Geschäftsführer von Giefing web | media. Er ist Absolvent der Graphischen und der TU Wien, entwickelt seit rund zwanzig jahren im Web und kümmert sich im Unternehmen neben strategischen Aufgaben hauptsächlich um die Bereiche Web und Software-Entwicklung.

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